Mukoviszidose

 

Mukoviszidose - was ist das?

Mukoviszidose, auch Cystische Fibrose genannt, ist eine genetisch bedingte Stoffwechselkrankheit, die durch Vererbung übertragen wird. Dabei handelt es sich um die häufigste erbliche Stoffwechselkrankheit in unseren Breiten. Sie betrifft die schleimbildenden Drüsen. Auf Grund des Gendefekts in der Erbanlage werden lebenswichtige Organe durch unzureichenden Abtransport von bestimmten Stoffen mit zähem Schleim (lat.: mucus = Schleim, viscidus = zäh) "verstopft". Hauptsächlich sind davon Lunge, Bauchspeicheldrüse, Leber und Darm betroffen. In der Folge wird die Funktionstüchtigkeit der Organe mehr und mehr eingeschränkt.

Was sind die Folgen von Mukoviszidose?

Mukoviszidose führt oft schon im Kindesalter zu schweren Krankheitserscheinungen. Besondere Schwierigkeiten bereitet hierbei der Schleim in der Lunge. Bereits im Kindesalter quälen chronischer Husten und wiederkehrende Lungenentzündungen die Patienten. Chronischer Husten und Auswurf stigmatisieren und isolieren die Patienten oft - dabei ist die Erkrankung nicht ansteckend. Durch die Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse sind die Patienten ohne Medikamente kaum in der Lage die aufgenommene Nahrung zu verdauen und Untergewichtigkeit ist die Folge. Begleiterkrankungen wie Diabetes, Osteoporose, Nierenschädigungen und Pilzinfektionen sind Komplikationen des erwachsenen Patienten mit Mukoviszidose.

Wie kann geholfen werden?

Mukoviszidose ist bisher nicht heilbar. Der Krankheitsverlauf und die Krankheitsausprägung sind individuell sehr unterschiedlich. Die Patienten müssen ihr ganzes Leben lang Medikamente einnehmen, regelmäßig inhalieren und täglich spezielle Atemtherapien und krankengymnastische Übungen durchführen. Die Behandlung der Krankheit ist mit einem hohen persönlichen und medizinischen Aufwand verbunden.

Dank intensiver Forschung, Erkenntnisgewinnung, früherer Diagnose und der heutigen fortgeschrittenen Therapiemöglichkeiten ist die Lebenserwartung Betroffener in den letzten Jahrzehnten gestiegen. Erreichte 1980 nur einer von hundert Patienten die Volljährigkeit, sind es heute fast 50 Prozent. Ein heute Neugeborenes mit Mukoviszidose hat die Chance 50 Jahre und älter zu werden.

Zurück